Vorhang auf für die Tubisten
Weder Gewicht noch Grösse ihres Instruments können Thomas Meier und Gerhard Gerner davon abhalten, Tuba zu spielen. Sie musizieren mit Freude und sind ein wichtiger Teil der Harmoniemusik Eschen.
Thomas Meier und Gerhard Gerner sitzen oft in der letzten Reihe. Nicht weil sie sich verstecken möchten oder unpünktlich sind. Die beiden sind Tubisten bei der Harmoniemusik Eschen und damit das Rückgrat des Orchesters. Sie können weit mehr als «Oom-pah» aus dem Hintergrund beizutragen. «Die Tuba ist ein sehr vielseitiges Instrument», erklärt Gerhard Gerner. «Durch ihren weichen, dunklen Klang kann der Tubist sein Instrument bedarfsgerecht bei dynamischen Stellen in Musikstücken einsetzen.» Nicht ganz einfach zu handhaben ist das Gewicht des schönen Instruments. «Mit 12,5 Kilogramm braucht es vor allem bei der Marschmusik einiges an Kraft», bestätigten die beiden Musikanten.
Zu Ehren der Tuba
Mit dem Internationalen Tuba-Tag am 6. Mai stehen das grosse Musikinstrument und die Personen, die es beherrschen, im Mittelpunkt. Vorurteile wie laut, leicht zu spielen und «nur schön anzuschauen», veranlassten den amerikanischen Musiker Joel Day, diesen Ehrentag ins Leben zu rufen.
Aus Freude zur Musik
«Am meisten Spass macht es, zusammen mit anderen Musik zu machen», sind sich Thomas Meier und Gerhard Gerner einig. Beide haben früher andere Instrumente gespielt und schon im Jugendalter ihre Leidenschaft zur Blasmusik entdeckt. Spezielle Vorlieben für unterschiedliche Musikrichtungen haben sie nicht. «Wir musizieren einfach gerne. Ob Polkas, Märsche oder sinfonische Blasmusik, wichtig ist, dass es zum Anlass passt und den Musikanten und Zuhörern gefällt», erzählen Thomas Meier und Gerhard Gerner.
Eine gewisse Herausforderung ist entscheidend. «Die Tuba ist in erster Linie ein Begleitinstrument», erklärt Gerner. «Doch mit ihr kann man viel mehr als begleiten», wie der erfahrene Musikant weiss. Es gibt für die Tuba auch sehr schwierige rhythmische und solistische Literatur, die den Tubisten einiges abverlangt.
Fundament und Rhythmus
Übung macht den Meister, so eine bekannte deutsche Redensart. «Auch auf der Tuba wird man nicht als Meister geboren», ist sich Meier sicher. Ein sauberer Ton, der auch in den unterschiedlichen Tonlagen zuverlässig kommt, ist bei der Tuba besonders gefragt. «Das Tuba-Register ist das Fundament des Orchesterklanges und neben dem Schlagzeug der Motor für den Rhythmus», erklärt Thomas Meier. Regelmässiges Üben zu Hause ist wichtig, um den nötigen Ansatz dafür zu gewährleisten. Eine Kostprobe ihres Könnens werden die beiden Tubisten am 28. Mai anlässlich des Fahnenweihfestes auf dem Dorfplatz in Eschen geben.
Mit dem Musizieren ist natürlich auch das eine oder andere Fest verbunden», bestätigt Meier. Es sind die Gemeinschaft und das tolle Miteinander der Musikanten, welche die Harmoniemusik Eschen und jeden anderen Blasmusikverein einzigartig und wertvoll machen. «Dabei trägt die Musik viel zum eigenen Wohlbefinden bei», sind sich die Musikanten sicher. Es ist ein fantastischer Ausgleich zur hektischen Arbeitswelt und braucht volle Konzentration. Was dabei herauskommt, ist absolut hörenswert.
Zu den Personen
- Namen: Gerhard Gerner und Thomas Meier
- Da sind wir daheim: In Eschen im schönen Unterland
- Das machen wir: Blasmusik bei der Harmoniemusik Eschen
- Darauf stehen wir: Tuba spielen
- Das ist nicht unser Ding: Falsche Töne
- An Liechtenstein schätzen wir: Die vielseitige Blasmusik-Kultur
